S(ph)ilo; Vertrau Dir

Willkommen in meinem S(ph)ilo.

S(ph)ilo setzt sich aus den Wörtern „Silo“ und „Philosophie“ zusammen.

Das Silo in S(ph)ilo steht sinnbildlich für ein (ja, durchaus grosses) Gefäss. Es soll ja auch Platz genug haben und ein Ort sein, um zu sammeln. Es ist ein Gefäss für Gedanken, Ideen, Überlegungen, Theorien, Gefühle, Weisheiten und Sinnesfragen. Kurz: Für philosophisches Gedankengut. S(ph)ilo.

 

image

Eingeholt

Wer hätte gedacht, dass mich dieses Thema (erschreckenderweise – oder von höheren Mächten gewollt) fast auf den Tag genau einholt. Nach 8 Jahren… https://sphilo.wordpress.com/2016/03/16/tabuthema/

Ich weiss, dass es Menschen gibt, die meine (schwersten Herzens getroffene) Entscheidung nicht verstehen können. Nicht akzeptieren können. Nicht respektieren können. Oder wollen.

Ich gehörte vor meiner leidvollen Erfahrung auch zu den Menschen, die Mühe hatten, solch eine Entscheidung zu unterstützen. Aber ich versuchte zumindest nachzuvollziehen, und Verständnis aufzubringen.

Heute fühle ich mich schrecklich. Fast so wie damals. Als ob ich die Entscheidung gegen mein Kind leichtfertig getroffen hätte! Es schmerzt mich bis tief in mein Innerstes. Nicht nur, dass ich diese Entscheidung traf und treffen musste. Sondern auch, dass ich mich 8 Jahre später immer noch dafür schämen, an mir zweifeln und mich deswegen verschissen fühlen muss. Nicht mal nur um meiner selbst Willen.

Es war eine Entscheidung für mein Kind (auch wenn das nur schwer zu begreifen ist) und für mich selbst. Eine sehr persönliche, intime, furchtbare, schmerzvolle und eigentlich ungewollte Entscheidung. Aber ich hatte sie damals so getroffen, so treffen müssen, und ich kann es nicht mehr rückgängig machen. Selbst wenn ich wollte. Und ihr ahnt nicht, wie lange und wie sehr ich das wollte! Wie lange und wie sehr ich unter dieser Entscheidung gelitten hatte, habe und es manchmal noch tue..

Es stimmt mich traurig, dass ich aus der heutigen Verzweiflung heraus diesen Beitrag veröffentliche. Ich erhoffe mir meinen Mut und Kraft davon..

Ich habe mit meinem Beitrag Tabuthema damals viel Kraft schöpfen können. Viele haben den Beitrag respektvoll gewürdigt. Und heute habe ich mit diesem Beitrag von damals vielleicht eine potentielle Freundschaft verloren. Das macht mich traurig und ich suche, vielleicht zu Unrecht, alle Schuld bei mir..

„Für immer.“

Ich muss damit leben. Damit leben, dass ich vor 8 Jahren einen Schwangerschaftsabbruch durchführen liess. Dass ich monatelang, jahrelang damit zu kämpfen hatte. Dass ich immer noch zu kämpfen habe. Und dazu noch einen lieb gewonnenen Menschen damit enttäusche, und diese Tatsache mich selbst enttäuscht.

Ich muss damit leben, dass ich oft an mein Kind denke. Dass ich mir vorstelle, wie alt sie heute wäre. Dass ich mir überlege, was ich damals für uns, für sie, hätte tun können. Dass ich um sie weine. Dass ich bereue, nicht stärker gewesen zu sein. Dass es mir leid tut.

Es sollte nicht sein.

Ich muss damit leben, dass ich nach 8 Jahren dafür verurteilt werde. Auch wenn ich es bedauere.

Ich verstehe, dass es Menschen gibt, die das tun. Ich akzeptiere, dass sie mich verurteilen. Und ich respektiere ihre Haltung. Auch wenn ich heute spüre, wie schwierig es ist, das zu tun. Und wie weh es mir dabei tut.

Elunée, wie ich mein verlorenes Kind nenne, hat einen Platz tief in meinem Herzen. Seit damals und für immer. Sie weiss das. Und so soll es sein.

„Trauer kann man nicht sehen, nicht hören, kann sie nur fühlen. Sie ist ein Nebel, ohne Umrisse. Man möchte diesen Nebel packen und fortschieben, aber die Hand fasst ins Leere.“

 

 

Wisst ihr, was das Schlimmste an alledem ist?

Ich habe heute das erste Mal das Gefühl, nicht verdient zu haben, Mama zu sein.

Und meinen kleinen, wundervollen Sohn nicht verdient zu haben…

Monde

Mein Herz:

Viele Monde mussten vergehen

Viele Wolken vorüber ziehen

Bis zu diesem Tag

Ein gebranntes Herz schlägt in meiner Brust

Gebrannt

Vernarbt

Geprägt

Aber es schlägt

Unermüdlich und unaufhörlich

Bloss nicht ohne Scheu

Viele Monde werden vergehen

Viele Wolken vorüber ziehen

Bis zu diesem Tag

An dem es ohne Scheu lachen

Und ohne Vorsicht hüpfen kann

Ängstlich blickt es noch umher

Befürchtet überall Gefahr

Gebrannt

Verletzt

Geprägt

Bis zu diesem Tag

Wir gaben nicht auf

Wir geben nicht auf

Mein Herz und ich

Es lächelt scheu

Und zwinkert mir zu

An mein Vertrauen:

Viele Monde mussten vergehen

Viele Wolken vorüber ziehen

Vom Vertrauen verlassen

Suchte ich Dich

Tag für Tag

Nacht für Nacht

Viele Monde lang

Nur ganz langsam und leise

Traust Du Dich zurück zu mir

Gebrannt

Verletzt

Geprägt

Aber Du lebst

Hab keine Angst, Vertrauen

Hab keine Angst

Ich hab Dich verloren

Gesucht

Und vermisst

Schön, das Du da bist

Gebrannt

Vernarbt

Geprägt

Aber Du bist da

Viele Monde werden vergehen

Viele Wolken vorüber ziehen

Bis zu diesem Tag

An dem Du Dich erholt hast

Geschwächt suchst Du nach Trost

Gebrannt

Verletzt

Geprägt

Bis zu diesem Tag

Gib nicht auf

Gestärkt gehst Du hervor

Du lächelst gequält

Und antwortest leise

Gib mir Zeit

Für ihn

und die Liebe:

Viele Monde mussten vergehen

Viele Wolken vorüber ziehen

Bis zu diesem Tag

Er hat gekämpft

Tag für Tag

Nacht für Nacht

Unermüdlich und unaufhörlich

Viele Monde lang

Und es hat sich gelohnt

Mein gebranntes Herz hat er gewollt

Mein verletztes Vertrauen getröstet

Trotz geprägt von allen Wunden

Gab er nicht auf

Gibt er nicht auf

Bis zu diesem Tag

Stark und überzeugt

Glaubt er an uns

Bis zu diesem Tag

Viele Monde werden vergehen

Viele Wolken vorüber ziehen

Mit jedem Tag

Erobert er mein Herz erneut

Mit jedem Tag

Stärkt er mein Vertrauen

Tag für Tag

Nacht für Nacht

Unermüdlich und unaufhörlich

Viele Monde lang

Und jeden Tag

Wird meine Liebe ihm gebühren

Unbereiste Strassen

27.Juli 2016:

4 Monate
Ungefähr
Von mir selbst initiiert
Ein erstes Lebenszeichen
Jetzt wird sich zeigen
Wie stark ich bin
Welche Schäden er angerichtet hat
Was er bewegt hat – wohlwollend ausgedrückt
Ich brauche noch einen Moment
Merke, dass es tief geht
Wie tief mir lieb ist?
Wenn dann, wenn nicht jetzt
Ich muss wohl soweit sein
Hier und Jetzt

Tja und da bin ich nun
Versuche mich davor zu bewahren, mich aus den Augen zu verlieren
Aus dem Sinn
Aus dem Sein, aus dem Bewusstsein
Viel zu sehr beängstigt mich mein Dasein
Bin ich vielleicht näher als ich mir eingestehe?
BIN ich vielleicht mehr?
Ich flüchte gerne
Dabei kann doch nichts so schlimm sein
Ich bin..
Ich bin!
So beschloss ich, dass es Zeit war
Zeit, den Schlüssel zu meinem Glück in meine Tasche zu stecken
Und ihm seinen sonst wohin

„Kein Wort und keine Tat vergehen.
Alles bleibt und trägt Frucht.“

Schrieb ich mit Edding auf ein Holzbrettchen, klebte den Schlüssel drauf und schickte es ihm per Post.

img_9436
-it needs a lot of shit to let things grow-

Sphilo
Du hast es gut gemacht
Und es darf schmerzen
Es hat zu schmerzen
Es ist ein Teil
Ein Teil der Scheisse
Ein Teil des Wachstums
Ein Teil von Dir
Deiner Geschichte
Deinem Bewusstsein und Werden

img_7617

Let me go
I’ll be gone

Er kann nun einen Teil hinter sich lassen
Das kann ich auch
Wahrscheinlich bin ich ihm bereits voraus

The love
That you lost
Wasn’t worth
What it cost

Tief verletzt hat er mich
Das Leben findet dennoch wundersame, heilende Wege

And in time you’ll be glad it’s gone

Weine nicht um unbereiste Straßen,
weine nicht um allein gelassene Wege,
denn hinter jeder Biegung ist ein langes, blendendes Ende.
Es ist die schlimmste Art von Schmerz, die ich kannte.

Gib Dein gebrochenes Herz auf
und lass‘ diesen Fehler vorbeigehen,
denn die Liebe, die Du verloren hast,
war nicht wert, was sie gekostet hat
und später wirst Du froh sein, dass es vorbei ist.

Weine nicht um unbereiste Straßen,
weine nicht um ungesehene Sehenswürdigkeiten,
vielleicht endet Deine Liebe nie.
Und wenn Du einen Freund brauchst
Hier, entlang meiner Seite ist ein Platz frei.

img_7628-sphilo-

Dieselbe Frage

IMG_3416.JPG

Ich habe nie aufgehört zu schreiben.
Ich liebe es, ich brauche es.
Aber es gab eine Zeit, in der ich mich davor fürchtete auch bloss eine Zeile zu schreiben.
Denn:

Juli 2016

Da bin ich.
Wochen habe ich dafür benötigt!
Wieso sollte es negativ sein,
prophezeiende Worte auf ein Blatt Papier bringen zu können?
Einen direkten Draht zu meinem Unterbewusstsein zu haben?
Die Frage ist doch stets dieselbe –
Was mache ich damit?

 

-sphilo-

Es hat mir gefehlt! Hier bin ich..

Hugo Cross oder Achtung, Fertig, Charlie

Hast Du schon mal vergessen, wie sich das Leben anfühlen sollte?

Ein schlimmes Gefühl

img_6552

Was Du nicht tun solltest ist, Dir über folgende Fragen klar zu werden;

• Was geschieht, wenn man die Handbremse während der Fahrt betätigt?
• Was passiert, wenn man während der Fahrt den Zündschlüssel zieht?
• Oder auf einer Strecke Tempo 80 eine Vollbremsung einleitet?

Irrsinn? Wahnsinn?
Ja

Aber Adrenalin pur

Wie das Leben

img_1447

Was man dafür braucht?
Genug Leichtsinn, etwas Mut
Eine provokative Ader
Und ein Mann, der sich darauf einlässt
Wie sinnbildlich diese Zeilen törichter Aktionen doch eigentlich sind, während wir in hohem Tempo durch das Leben rasen;
Wir betätigen die Handbremse während der Fahrt
Wir ziehen den Zündschlüssel bei laufendem Motor
Wir leiten bei hohem Tempo eine Vollbremsung ein

Tatsache;

Mit dem Auto macht es mehr Spass

(Ganz nach dem Motto: „Klug war’s nicht, aber geil“)

 

 

Du hast mich erinnert
Du lässt mich das Leben lebenswert spüren
Ich Danke Dir dafür

img_7441
Hugo

Für alle, die sich für die ungeklärten Fragen interessieren;

Ich hab keine Ahnung wovon ihr redet

 

-sphilo-

Kämpfer

„Warte auf mich
Ich bin noch nicht soweit“

img_7986

27.Juni 2016

Du verstehst es nicht
Und ich verstehe es ja selbst nicht
Erinnerungen, Gefühle und Verletzungen wachen in mir
Und beim geringsten Anzeichen schlagen sie Alarm
Es ist schon lange so
Und viele meiner Erfahrungen tragen dazu bei
Und die jüngsten derer sind nicht gerade hilfreich
Oder mögen es noch nicht sein

-sphilo-

Flashback

Mai 2016

Was ist das?
Woher weisst Du was das ist?
Ich bin vorsichtig geworden
Ich traue mich nicht mehr zu träumen
Nicht, was das angeht
Zu heftig wurden sie niedergeschlagen
Diese Wünsche, Hoffnungen und Träume
Ich habe meine Perspektive ändern müssen
Über Wochen, Monate hinweg kein Zeichen von ihm
Nichts
Ausser die Erinnerungen
Und die Erfahrungen
Und dann bist Du da
Willst Hoffnung und Träume wecken
Es sind nicht die meinen
Schmerzhaft ist es
Mein Herz ist irritiert
Schatten meiner Selbst und der Vergangenheit lauern

-sphilo-

img_3270

img_3269

 

Bestimmung

img_5256

Das ist es
Das Leben
Du triffst eine Entscheidung
Und alles kommt anders
Das Leben ist schlau
Es testet Dich
Und wirft Dir verpackte Lernaufgaben an den Kopf
Merkst Du es?
Es testet Deinen Umgang
Mit der Erscheinung
Dein Verhalten auf die Umstände
Ob Du auf Dich hörst
Dir selbst treu bist
Deinem wahrhaftigen Selbst
Deiner Stimme
Und Deiner Bestimmung folgst

-sphilo-

Karussell

img_7764

Lebendiges Leben

„Keine Erinnerung ist perfekt oder vollständig. Wir bringen Dinge durcheinander, wir verlieren das Zeitgefühl, wir sind an einem Ort, dann an einem anderen. Und alles kommt einem vor wie ein unausweichlicher Augenblick.

Das Karussell hält niemals. Man kann nicht runter.“

Es dreht und dreht..

Babys • Kinder • Männer • Menschen • Berufung • Wachstum • Kraft • Mitgefühl • Heilung • Leben

Umgeben von Neugeborenem
Purer Reinheit
Umgeben von Kindern
Direkter Herzlichkeit
Umgeben von nicht liebenden Müttern
Verlorener Liebe
Umgeben von liebenden Vätern
Aufopfernder Taten
Umgeben von törichten Männern
Vergebener Hoffnung
Umgeben von Leben
Umgeben von Liebe
Umgeben von Menschen
Ihr Leben nicht lebend
Ihr Leben nicht liebend
Macht die Augen auf
Da seid bloss ihr selbst
Und die Liebe
Geprägt von euren Mustern
Lasst sie los
Lasst sie sein
Da seid bloss ihr selbst
Und die Liebe

Mitten im Leben
„Keine Erinnerung ist perfekt oder vollständig. Wir bringen Dinge durcheinander, wir verlieren das Zeitgefühl, wir sind an einem Ort, dann an einem anderen. Und alles kommt einem vor wie ein unausweichlicher Augenblick. Was bedeutet das? Was nimmt es einem? Was wird uns verfolgen, uns verletzen? Ist es das Ende? Inspiriert es uns?

Das Karussell hält niemals. Man kann nicht runter.“

img_7790-sphilo-